Die viel zu lange währende juristische Schlacht zwischen Al Franken (D) und Norm Coleman (R) um den zweiten Senatsitz in Minnesota, über die wir schon mehrfach berichteten, ist nun endlich nach knapp acht Monaten beendet. Heute lehnte der Supreme Court des Staates in einer 32seitigen Urteilsverkündung (PDF) einstimmig Colemans Rechtsbeschwerde ab. Coleman hat dann auch zwei Stunden darauf, entgegen einiger Spekulationen, dass er die Sache noch weter hinziehen wolle, aufgegeben und Franken zum Sieg gratuliert (PDF).
Governeur Pawlenty (R), der bislang auf das Ergebnis gewartet hatte, um Frankens Wahl zu bestätigen, hat nun keinen Grund mehr, die Sache noch länger zu verzögern und wird wohl heute noch das Wahlzertifikat unterschreiben. Damit kann Franken, der einstige Saturday Night Live Comedian, wahrscheinlich schon nächste Woche in den Senat einziehen.

Der frischgebackene Senator Al Franken
Damit haben die Demokraten, dank des Parteiübertritts Arlen Specters (D-PA), nun die magische Zahl von 60 Senatoren erreicht, was Ihnen in den kommenden Senatsdebatten um das neue Klimagesetz, welches es nur knapp aus dem Repräsentantenhaus schaffte, die anstehende Gesundheitsreform und die Bestätigung von Sonia Sotomayor, die von Obama für den Supreme Court vorgeschlagen wurde, äußerst behilflich sein wird. Besonders weil den Senatdemokraten aufgrund der andauernden Erkrankungen von Ted Kennedy (D-MA) und Robert C. Byrd (D-WV) zurzeit zwei wichtige Stimmen fehlen.





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