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Obamas Afghanistanstrategie

Schon während des Wahlkampfes bekam Afghanistan eine neue Bedeutung, indem, vor allem von demokratischer Seite, dieser Krieg als eigentlicher Krieg gegen den Terrorismus und bin Laden gesehen wurde und somit eine Abgrenzung zum Irakkrieg verdeutlicht werden konnte.

Im Zuge der Transition lassen sich nun erste Schwerpunkte sehen, ohne dass jedoch die eigentliche Strategie und ihre Umsetzbarkeit breit diskutiert würden, da sie noch “unverbindlich” stattfinden. Es wird oft betont, dass der Erfolg des Irak-’surge’ es Obama möglich macht, bis zu 3 Brigaden nach Afghanistan zu verlegen, wobei allerdings, meiner Meinung nach, übersehen wird, dass die Diskussion um die stop-loss-policy (also die unfreiwillige Verlängerung der Dienstzeit), mit der die Truppenstärke im Irak künstlich hochgehalten wird, wiederkehren wird und für Obama einige Probleme bereiten könnte.

Eine weitere Entwicklung ist die Pakistans, ein Streitthema, vor allem im Vorwahlkampf, da Obama davon sprach, bei Kenntniss von bin Ladens Aufenthaltsort in Pakistan diesen bombardieren lassen würde, wenn Pakistan dies nicht könne oder wolle. Die USA hat, durch den Abgang Pervez Musharrafs, zwar einen treuen Verbündeten verloren, aber, mit Asif Ali Zardari, jemanden als Ansprechpartner gewonnen, der wohl noch abhängiger von der Hilfe der USA ist, vor allem um die Armee und den Geheimdienst ISI, über die er weniger Kontrolle als Musharraf haben dürfte, in Schach zu halten.

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