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Obama steigert Zustimmungsraten

Es ist schon erstaunlich, auf welche Zustimmungsraten Obama kurz nach der Wahl kommt. Lag er während des Wahlkampfes schon einmal bei 47% während der Berichte um den Pastor Wright, so hat er sich seit der Wahl auf unglaubliche 79% (CNN: Obama honeymoon continues poll shows) erhöht. Die einzelnen Sprünge kann man gut anhand der Rasmussen Daily Presidential Approval Index nachvollziehen.

Die Steigerung beinhaltet sicher den Amtsbonus, den George W. Bush sicherlich immer weniger zugute kommt, bzw. sich bei ihm schon seit langem ins Negative gedreht hat, weshalb man bei Obama wohl das Zusammenspiel vieler Faktoren sehen kann, denn die Meinung der US-Wähler, wie sie in Zustimmungspolls gemessen wird, spiegelt sich in der öffentlichen, durch die Medien wiedergegebene Sichtweise wieder. Hier sieht man, dass Bushs Rolle unterbewertet wird, seine Entscheidungen werden, obwohl sie Obama teilweise binden werden (v.a. Personalentscheidungen, Executive orders), kaum noch wahrgenommen. Obama hingegen wird schon als Präsident angesehen, trotz seiner korrekten Hinweise, dass er de jure noch keine Macht hat.

Interessant wird es meiner Meinung nach zu sehen, ob der Kongress bzw. die demokratische Führung desselben, ihre Rolle in der Transition zu einer Popularitäts- und Einflussteigerung nutzen kann, denn sie stellt eine Konstante im Übergang dar.

Des Weiteren stellt sich die Frage, ob die Ablehnung des Rettungspakets für die Automobilindustrie allein den Republikanern oder dem Kongress zugerechnet wird.

Obama gesucht

Ich wollte mal herausfinden, wie viel öffentliches Interesse die US-Wahlen in Deutschland eigentlich generiert haben. Zum Teil natürlich aus Eigeninteresse, weil ich ja einschätzen können möchte, wie viele potenzielle Leser unser Blog günstigstenfalls erreichen könnte.

Ein guter Weg, an Zahlen zu kommen, ist Suchvergleiche bei Google Trends durchzuführen. Die von Google ausgegebenen Verhältniszahlen sind zwar recht grob gerundet, aber mithilfe der Trendlinien lässt sich auch optisch ein guter Eindruck der Ausgangslage gewinnen.

Hier ist das Ergebnis eines Vergleiches der Suchen nach ‘obama’ und ‘merkel’ für 2008, beschränkt auf Deutschland. Ich habe eine Ein-Wort-Suche gewählt, weil das Suchvolumen für beide Begriffe erheblich höher ausfällt als für den vollen Namen:

Obama und Merkel im Google Trends Vergleich für 2008

Blau repräsentiert hierbei passenderweise das Suchvolumen für ‘obama’, das für ‘merkel’ wird von der roten Linie dargestellt. Das gibt lt. Google ein Verhältnis von 1:0,4 – wie man schon an der Linienführung ablesen kann, heißt das für ‘merkel’, dass sie nicht nur zur Wahl unten lag, sondern über den gesamten Jahresverlauf hinweg bei den Suchen stark hinterherhinkte. Die wöchentlich gemessenen Zahlen bestätigen diesen Eindruck: 76% des Jahres wurde stärker nach ‘obama’ gesucht, manchmal sogar erheblich, und bei weiteren 13% waren das Verhältnis in etwa gleich hoch, d.h. für nur etwa 11% des Jahres war die Bundeskanzlerin für Google-Suchende aus Deutschland das gefragtere Thema. (weiterlesen…)