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Die düstere Zukunft der Republikanischen Partei

Der aktuelle Nobelpreisträger für Ökonomie, Paul Krugman, hat in seiner Kolumne in der New York Times in der vergangenen Woche Gedanken um de Zukunft der Republikanischen Partei gemacht. In einer für ihn typischen Zuspitzung charakterisiert er die Strategie der GOP (Grand Old Party) in den letzten 40 Jahren als Anbiederung an die schlimmsten Ressentiments und Rassismen der Bevölkerung und prognostiziert der Bush-Partei, sollte sie den aktuellen Kurs weiterfahren, eine düstere Zukunft.

Da ist glaube ich ein wenig Background-Wissen vonnöten, um der Argumentation zu folgen: Ursprünglich war die republikanische Partei eigentlich die liberalere Partei im amerikanischen Zweiparteiensystem, immerhin trat ein gewisser Senator Abraham Lincoln aus Illinois 1860 für die damals noch sehr junge republikanische Partei an, und zwar gegen eine demokratische Partei, die im Grunde als Vertreterin der Sklavenhaltergesellschaft der Südstaaten auftrat. Heute wird Lincoln von African Americans als Vater der Emancipation Proclamation, die die Sklaverei in den Vereinigten Staaten beendet hat, gewürdigt.

Der Wandel der Republikanischen Partei vollzog sich größtenteils im 20sten Jahrhundert, angefangen in den 1930ern, als die Demokraten sich im Kontext der Wirtschaftskrise als Partei der kleinen Leute etabliert haben. Besonders interessant ist dabei das Wahlverhalten der African Americans. (weiterlesen…)

“Wo wurde Barack Obama geboren?”

So lautete eine Frage beim Geographiequiz von “Schlag den Raab”, was vorhin bei mir im Hintergrund lief. Der Kandidat, Markus, hat den Geburtsort des kommenden Präsidenten irgendwo in die Südstaaten verfrachtet (ungefähr bei Louisiana), während Stefan, auch wenn er es nicht genau wusste, recht nah an der richtigen Antwort, Honolulu im Bundesstaat Hawaii, dran war.

Ich erwähne das hier, weil Obamas Geburtsort während des Wahlkampfes ein heiß umstrittenes Thema war, besonders in der Anti-Obama-Rechten. Es gab ja bekanntlich eine recht weitläufige Flüsterkampagne, die Obama als unamerikanisch und alien darstellen wollte. Schon 2004 begann eine E-Mail Kampagne, die dann mit der Präsidentschaftskandidatur richtig losbrach, in der Obama als “secret Muslim” dargestellt wurde, der Teil eines Planes sei, die USA von innen zu zerstören (einige Bespiele).

Das spielte auch im Vorwahlkampf schon früh eine Rolle, als Hillary Clintons Berater Mark Penn in einem internen Memo vorschlug, Obamas “Mangel an amerikanischen Wurzeln” zum Wahlkampfthema zu machen. Im weiteren Verlauf des Wahlkampfs, besonders als Clinton immer weiter ins Hintertreffen geriet, kamen immer mehr Attacken dieser Art ins Spiel. Zum Beispiel beschwerte sich die Obama-Kampagne, dass dieses Foto von Obama in muslimisch wirkender Kleidung angeblich durch die Clinton-Kampagne in die Presse gehievt wurde. (weiterlesen…)